Lokales Online-Marketing: Alles was Unternehmen dazu wissen müssen

Lokales Online-Marketing: Alles was Unternehmen dazu wissen müssen

Was ist lokales Online-Marketing, wie funktioniert es und welche Kanäle gibt es? Alle Infos zu Grundlagen, Vorteilen, Funktionsweise und Anwendungsbereichen finden Sie hier.

Was ist lokales Online-Marketing?

Definition: Lokales Online-Marketing

Lokales Online-Marketing umfasst alle digitalen Marketing-Maßnahmen eines lokal agierenden Unternehmens, die dabei helfen sollen die Unternehmensziele zu erreichen.

Welche Unternehmen sollten nur lokal Online-Marketing betreiben?

Aber für wen macht es überhaupt Sinn lokal begrenzt Online-Marketing anzuwenden? Für alle Unternehmen, die nur oder hauptsächlich Kunden aus einer bestimmten Region bedienen. Dazu gehören:

  • Friseure / Stylisten / Barbiere / Nagelstudios
  • Restaurants / Café's / Bars 
  • Rechtsanwälte / Steuerberater
  • Handwerker / Architekten
  • Bäcker / Metzger
  • Einzelhändler wie z.B. Modegeschäfte oder Deko-Läden
  • Fittness-Studios
  • u.v.m.

Ziele von Online-Marketing für lokale Unternehmen

Die Ziele von (lokalem) Online-Marketing orientieren sich – wie schon in der Definition beschrieben – an den Unternehmenszielen. Meistens ist das die Steigerung des Umsatzes oder des Gewinns. Unterziele sind oftmals die Steigerung des Absatzes, die Gewinnung von Neukunden, die Erhöhung der Kundenbindung oder auch die Akquise von Mitarbeitern.

Wirkung von lokalem Online-Marketing

Lokales Online-Marketing wirkt sich über mehrere Stufen auf die Unternehmensziele aus. Man spricht von sogenannten Conversions.

Die Wirkung von lokalem Online-Marketing ist (leider) nicht linear. In jeder Stufe nehmen die Conversions ab. Am besten lässt sich dies mit einem Trichter visualisieren – dem sogenannten Conversion-Funnel (analog zum Lead-Funnel im klassischen Marketing):

Wirkung von lokalem Online Marketing digital lokal

Die Zielgruppe konvertiert in mehreren Stufen:

  1. Im ersten Schritt erreicht man durch lokale Online-Marketing-Maßnahmen mehr Menschen im Internet.
  2. Diese Menschen besuchen im nächsten Schritt die eigene Website (diesen Schritt gibt es nicht zwangsweise, da oftmals Handlungen direkt z.B. über Google oder Facebook vollzogen werden)
  3. Im nächsten Schritt erfolgen von den Website-Besuchern Anfragen nach den Leistungen des Unternehmens.
  4. Aus diesen Anfragen entstehen im letzten Schritt Umsätze.

Funktionsweise von lokalem Online-Marketing

Stellen Sie sich vor, man könnte Werbeanzeigen speziell auf seine Zielgruppe ausrichten und insbesondere auf Geschlecht, Alter und Region abstimmen. Wie wäre es, wenn man ausschließlich Eigenheimbesitzer, Familien oder Sportbegeisterte adressieren könnte? Oder wenn man Werbeinhalte genau darauf abstimmen könnte, ob jemand noch Schüler ist, sich in seiner Ausbildung oder bereits im Arbeitsleben befindet? Oder eben aber: Wenn man nur lokal Werbung schalten könnte?  

All das ist im Internet ohne Probleme möglich! Alle großen Internetportale haben eines gemeinsam: Sie sammeln eine Vielzahl an Nutzerdaten.

Für das lokale Online-Marketing lautet das Zauberwort daher Standortdaten. Internetnutzer hinterlassen einen lokalen Fußabdruck. Der Standort der Nutzer kann technisch…

  • über die IP-Adresse des Rechners oder…
  • über die GPS-Daten des Smartphones…

…gewonnen werden.

Diese ortsbasierten Infos nutzen nicht nur Suchmaschinen wie Google oder Bing, sondern auch Social Media-Kanäle wie Facebook, Instagram, YouTube und Co. So kann die Anzeigen-Schaltung regional eingegrenzt werden und nur potenziellen Kunden aus der gewünschten Region angezeigt werden. Somit werden unnötige Streuverluste vermieden.

Über die regionale Eingrenzung hinaus kann man auf den Online-Plattformen noch viel mehr Daten wie z.B. Alter, Geschlecht, Interesse oder Kaufverhalten nutzen, um die eigene Zielgruppe noch weiter zu verfeinern. So kann man die eigene Zielgruppe ganz genau eingrenzen.

Das ist der große Vorteil von Online-Marketing im Vergleich zu „klassischem“ Marketing.

Vorteile von lokalem Online-Marketing

Die wichtigsten Vorteile von lokalem Online-Marketing im Vergleich zu „klassischem“ Marketing sind also…

  • Messbarkeit: Auch wenn das Tracking von Nutzern aufgrund von Datenschutzrestriktionen immer schwieriger wird, ist die Messung und Analyse von Kennzahlen ein großer Vorteil von lokalem Online-Marketing.
  • Zielgruppen-Targeting: Die ganz spezifische Eingrenzung von Zielgruppen nach verschiedenen Merkmalen wie z.B. Standort, Alter, Geschlecht, Interessen oder Verhalten ist ein weiterer Vorteil von lokalem Online-Marketing.
  • Hohe Reichweite: Eigentlich ist jeder online… oder kennen Sie noch jemanden, der kein Smartphone hat?
  • Kostengünstig: Da man online keine großen Streuverluste aufgrund zielgruppenscharfem Targeting hat, sind Online-Werbeanzeigen oftmals kostengünstiger als z.B. Print-Werbung.

Online-Marketing für lokale Unternehmen: Bereiche und Kanäle

Online bieten sich vielfältige Möglichkeiten für lokales Marketing bzw. lokale Werbung. Folgende 5 Bereiche eignen sich im Besonderen, um lokal Online-Marketing zu machen: 

1. Lokales Content Marketing

Was ist das?

Content Marketing ist eine Marketingstrategie, bei der wertvolle Inhalte für eine ganz spezifische Zielgruppe geschaffen werden. Beim lokalen Content Marketing werden daher spezielle lokale Inhalte kreiert, die das lokale Informations- und Suchverhalten potenzieller Kunden antizipieren.

Bei dieser Form des (Online-)Marketings werden im Vergleich zum klassischen Marketing vordergründig keine werblichen Informationen genutzt. Vielmehr versucht man durch hochwertige, informative Inhalte dem (potenziellen) Kunden einen Mehrwert zu bieten.

Auf welchen Plattformen findet lokales Content Marketing statt?

In folgender Übersicht sind die Plattformen dargestellt, auf denen man seine potenzielle Zielgruppe mit lokalem Content Marketing erreichen kann.

Lokale Content Marketing Plattformen

Für die Umsetzung von lokalem Content-Marketing haben Unternehmen folgende Möglichkeiten:

  • Eigene Website: Content Marketing findet in erster Linie auf der eigenen Website statt: Typischerweise eignet sich für solch spezifische Inhalte ein Unternehmensblog, aber auch Videos und Podcasts, die in die eigene Website eingebunden werden.
  • Lokale PR: Denken Sie bei Ihrer Pressearbeit nicht mehr nur „offline“ - viele Redaktionen sind dankbar über gute Inhalte, die sie auch in ihrem Online-Auftritt veröffentlichen können. Gerade lokale Tageszeitungen haben ein Interesse daran über die lokale Wirtschaft zu berichten. Nutzen Sie diesen Umstand und berichten Sie über spannende Entwicklungen in ihrem Unternehmen. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten um Nachrichten über das eigene Unternehmen in Online-Newsportalen zu veröffentlichen: Erstens über Pressemitteilungen, die an lokale News-Webseiten (z.B. Online-Auftritt von lokalen Tageszeitungen) oder Webseiten von lokalen Verbänden (z.B. IHK) verschickt werden. Die andere Möglichkeit ist, dass Sie für die Veröffentlichung der Inhalte bezahlen - über Native Advertising: Diese bezahlten Artikel können Sie über Netzwerke wie z.B. Taboola oder direkt bei lokalen Webseiten platzieren (z.B. Online-Auftritt von lokalen Tageszeitungen).
  • Social Media: Natürlich braucht man auch für die eigenen Social Media Kanäle gute Inhalte, um erfolgreich zu sein.

Da auf solche Inhalte oftmals über Suchmaschinen zugegriffen wird, hat Content Marketing eine hohe Schnittmenge zum folgenden Bereich.

2. Lokales Suchmaschinen-Marketing

Was ist das?

Suchmaschinen-Marketing ist für die meisten lokalen Unternehmen vermutlich der wirkungsvollste der verschiedenen Online-Marketing-Bereiche. Warum? Ein großer Teil der Suchanfragen in Suchmaschinen haben einen lokalen Kontext.

Diese lokale Suchintention können Unternehmen dazu nutzen, entsprechende Maßnahmen zu treffen. Grundsätzlich unterteilen sich diese Maßnahmen in zwei Bereiche:

a) Lokale Suchmaschinenoptimierung ( Lokales SEO)

Erstens ist das die lokale Suchmaschinenoptimierung, oder kurz: Lokales SEO. SEO ist die Abkürzung des englischen Begriffs search engine optimization.

Da Google fast eine Monopolstellung hat, kann man die anderen Suchmaschinen fast vernachlässigen (Bing kann man mit Abstrichen noch beachten).

Zu lokalem SEO gehören sämtliche Maßnahmen die dazu beitragen, den eigenen Google MyBusiness-Eintrag sowie die eigene Website so zu optimieren, dass diese für relevante Suchbegriffe in der Suchmaschine besser rankt.

Der größte Vorteil von lokalem SEO ist, dass die Maßnahmen nachhaltig und langfristig wirken. Darüber hinaus muss man nicht extra Geld für Werbeanzeigen bezahlen, man hat „nur den Zeitaufwand“. 

Tipp: In einem anderen Blog-Beitrag erläutere ich alles Wichtige rund um die lokale Suche und lokales SEO

b) Lokales SEA wie z.B. Google AdWords und Bing Ads

Zweitens sind das bezahlte Werbeanzeigen in den Suchmaschinen, die man speziell auf eine Region begrenzen kann – man spricht in diesem Fall von lokaler Suchmaschinenwerbung bzw. lokalem SEA. SEA ist die Abkürzung des englischen Worts search engine advertising.

Bei Google spricht man von Google Ads (früher Google AdWords genannt), bei Bing von Bing Ads.

Der größte Vorteil von lokalem SEA ist die schnelle Wirkung im Vergleich zu lokalem SEO. Für alle Unternehmen, die lokal Online-Werbung schalten wollen, ist Google somit eine der ersten Anlaufstellen.

Welche Plattformen eignen sich für lokales Suchmaschinen-Marketing?

Bei Suchmaschinen-Marketing denkt man erst mal nur an Google. Doch es gibt eine Menge anderer Plattformen, die eine Suchfunktion besitzen. Auf all den grün markierten Plattformen kann man daher SEO betreiben.

Lokales Suchmaschinen Marketing Plattformen

Lokales SEO findet trotzdem hauptsächlich in Google statt: Über Google MyBusiness kann man seinen Firmeneintrag verwalten, der in Google und Google Maps angezeigt wird.

Grundsätzlich gehören aber auch weitere Plattformen zur lokalen Suchmaschinenoptimierung:

  • Weitere Suchmaschinen wie z.B. Bing 
  • Weitere Kartendienste wie z.B. Apple Maps 
  • Weitere lokale Online-Verzeichnisse wie z.B. 11880, das Telefonbuch oder die Gelben Seiten
  • Enzyklopädien wie z.B. Wikipedia
  • In fast sämtlichen sozialen Medien wie z.B. Facebook, Instagram, YouTube oder Pinterest
  • Aber auch in E-Commerce-Plattformen wie Amazon, Ebay oder Etsy

Je nach Unternehmen variiert die Relevanz dieser Plattformen: So kann für einen Einzelhändler vor allem Apple Maps und Instagram wichtig sein, für ein traditionelles Restaurant dafür auch Wikipedia. 

3. Lokales Social Media-Marketing

Was ist das?

In sozialen Medien können Nutzer eigene Inhalte kreieren sowie mit Inhalten interagieren (liken, teilen etc.) und sich untereinander vernetzen. In den letzten Jahren sind einige große Plattformen entstanden.

Diese Plattformen sind allesamt spitze im Daten sammeln. Unter anderem gehören dazu natürlich auch ortsbasierte Daten. Da man somit ausschließlich lokale Nutzer adressieren kann, ist Social Media-Marketing sehr interessant für lokale Unternehmen.

Welche Plattformen eignen sich für lokales Social Media-Marketing?

Auch bei den sozialen Medien muss man unterscheiden in die organische Reichweite, die man mit einem eigenen Unternehmensprofil erreicht und in bezahlte Social Media-Werbeanzeigen (auch Social Ads genannt). Diese Unterscheidung zieht sich durch sämtliche grün markierte Social Media-Plattformen.

Lokales Social Media Marketing Plattformen

  • Facebook: Im weltweit größten sozialen Netzwerk gibt es viele unterschiedliche Möglichkeiten, lokale Werbung zu schalten.
  • Instagram: Auch Instagram, das ja zu Facebook gehört, steht dem in nichts nach und bietet lokalen Unternehmen vielfältige Werbemöglichkeiten.
  • YouTube: Videos werden auch immer interessanter für lokale Unternehmen, da die Erstellung von Videoinhalten immer günstiger wird. In einem anderen Blog-Artikel gibt es ausführliche Infos zu lokaler Youtube-Werbung.
  • Pinterest: Eine sehr interessante Zielgruppe für das eine oder andere lokale Unternehmen findet sich gerade auch in Pinterest. Die Bildersuchmaschine zeichnet sich durch ein kontinuierliches Wachstum und seit 2019 auch durch die Möglichkeit aus, bezahlte Werbeanzeigen zu platzieren. In einem anderen Blog-Artikel gebe ich einen Überblick über die verschiedenen Werbemöglichkeiten in Pinterest.
  • TikTok: TikTok ist in aller Munde. Den meisten dürfte die Plattform für Jugendliche durch die datenschutzrechtlichen Bedenken von politischen Akteuren ein Begriff sein, die u.a. auch schon in der Tagesschau Thema waren. Auch TikTok versucht natürlich seine enorme Nutzerzahl (über 1 Milliarde) zu monetarisieren und bietet die Möglichkeit an, bezahlte Werbeanzeigen zu schalten. Seit Juli 2020 können auch Unternehmen in Deutschland in TikTok Werbung schalten.
  • Xing und LinkedIn: Alle lokalen Unternehmen, die im B2B-Bereich unterwegs sind, also deren Kunden andere Unternehmen in der Region sind, sind prädestiniert in Xing oder LinkedIn Werbung für ihre Produkte und Dienstleistungen zu machen.
  • Jodel: Haben Sie noch nie gehört? Jodel beschreibt sich selbst als Hyperlokale Community und als Europas größtes soziales Netzwerk (über 2 Millionen Nutzer in Deutschland). Allerdings finden Sie dort (fast) ausschließlich Studenten. Jodels Ansatz ist sehr lokal und bietet lokalen Unternehmen daher tolle Möglichkeiten.
  • Snapchat: Auch Snapchat spricht eine sehr junge Zielgruppe an. Für die meisten lokalen Unternehmen dürften sich jedoch andere soziale Medien besser zum Einsatz für Werbezwecke eignen.

4. Lokale Online-Werbung

Was ist das?

Schon seit das Internet existiert, hat es verschiedene Möglichkeiten für bezahlte Werbung gegeben. Zumeist waren dies jedoch Online-Banner. Wer kann sich noch an die blinkenden Werbebanner Ende der 90er Jahre erinnern?

Natürlich gibt es auch hier die Möglichkeit nur lokal Werbung zu schalten.

Welche Plattformen eignen sich für lokale Online-Werbung?

Lokale Display Werbung Plattformen

Bei den grün markierten Portalen kann man vier Untergruppen unterscheiden.

a) Display-Werbung in lokalen Portalen

Der Klassiker unter den Online-Medien ist Display-Werbung. Durch den steigenden Anteil an Ad Blockern ist das Format in den letzten Jahren etwas aus dem Fokus gerückt.

Gerade aber lokale Tageszeitungen bieten diese Werbeform gerne ihren Print-Anzeigenkunden als zusätzliche Werbe-Möglichkeit auf deren Onlineauftritt an.

Das Ergebnis ist meistens nicht sehr schön und man merkt, dass die Print-Anzeige einfach auch online genutzt wurde. Bei dem einen oder anderen Format muss man dann die Lupe raus holen 😊 Dabei gibt es eine Vielzahl an schönen Display-Formaten, die deutlich besser für Online-Marketing geeignet sind wie z.B. Billboard oder Skyscraper.

b) Display-Netzwerke für lokale Online-Werbung

Was die meisten lokalen Unternehmen nicht wissen ist, dass es Mittler gibt, bei denen sie Display-Werbung zu einer deutlich höheren Reichweite und auch meist zu besseren Preisen bekommen. Die Display-Werbung erscheint dann bei einer Vielzahl an Webseiten wie z.B. bild.de, zeit.de, web.de usw.

Dabei können diese Banner können nur lokal ausgespielt werden: Ein bild.de-Leser in Hamburg bekommt eine anderes Banner zu Gesicht als der bild.de-Leser in Stuttgart.

Das bekannteste Display-Netzwerk mit einem großen Schatz an bekannten Webseiten ist das Google Display Netzwerk. Die Display-Anzeigen kann man dort selbst buchen. Auch die Werbemittel kann man dort selbst erstellen, alternativ sollte man sie von einem Grafiker erstellen lassen.

Über Googles Display-Netzwerk hinaus gibt es eine Vielzahl an anderen Anbietern: Von Spotify über fast alle der oben genannten sozialen Netzwerke bis zu Amazon oder Ebay (siehe folgender Abschnitt).

c) Lokale Werbung in Online-Marktplätzen

Eine weitere Möglichkeit für lokale Unternehmen Werbung zu machen ist über die großen Marktplätze wie z.B.:

  • Amazon: Amazon Advertising bietet eine Vielzahl an Werbemöglichkeiten. Eine Möglichkeit für lokale Unternehmen sind Display-Werbeanzeigen, die man auch dann nutzen kann, wenn man bei Amazon keine eigenen Produkte verkauft. Diese werden auf Amazon und dessen Apps, sowie auch auf externen Seiten ausgespielt. Die weiteren Werbemöglichkeiten sind auf Verkäufer ausgerichtet – dies können lokale Unternehmen natürlich auch nutzen, aber als Verkäufer bei Amazon ist die Zielgruppe überregional.
  • Ebay: Auch bei Ebay kann man entweder lokal begrenzte Display-Ads schalten (ohne Verkäufer zu sein) oder aber auch als Ebay-Verkäufer mit verschieden Werbeformaten auf seine Produkte aufmerksam machen
  • Etsy: Etsy bietet im Vergleich zu Amazon und Ebay nur Werbemöglichkeiten für Verkäufer. Somit kann die Werbung nicht auf eine bestimmte Region begrenzt werden (außer auf einzelne Länder wie z.B. Deutschland). Da Etsy aber auch ein interessanter Marktplatz für lokale Unternehmen ist (z.B. Goldschmiede oder Schreiner), habe ich es mit in diese Auflistung aufgenommen.

d) Lokale Werbung in Preissuchmaschinen

Natürlich bieten auch Preissuchmaschinen wie z.B. Check24 und Verivox diverse Möglichkeiten für Werbung. Die Werbemöglichkeiten beschränken sich allerdings auf wenige lokale Unternehmen wie z.B. Stadtwerke, Kreisparkassen und Volksbanken, Hotels oder auch Reisebüros.

5. Lokales Newsletter-Marketing

Was ist das?

Newsletter haben sich über die Jahre etabliert im Online-Marketing. Während in den 90er Jahren Internetnutzer massig unaufgefordert (Spam-) E-Mails erhalten haben, haben sich heutzutage striktere Spielregeln entwickelt und es läuft nichts mehr ohne Einwilligung der Nutzer.

Welche-Plattformen eignen sich für Newsletter-Marketing?

Lokales Newsletter Marketing

Neben E-Mail haben sich in den letzten weitere Möglichkeiten für den Newsletter-Versand entwickelt. 

a) E-Mail/Newsletter

E-Mail- bzw. Newsletter-Marketing ist einer der meist unterschätzen Online-Marketing-Kanäle die es gibt. Diverse Studien belegen jedoch, dass Newsletter sehr effektiv sind und außerdem eine hohe Akzeptanz bei den Nutzern aufweisen.

Da Newsletter darüber hinaus ganz einfach umzusetzen sind, sollten auch lokale Unternehmen darauf setzen und eine Anmeldung auf ihrer Website einbauen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass es kostenlose Tools für den Einsatz von Newslettern gibt. Gerade für lokale Unternehmen, die nicht mit sehr vielen Abonnenten rechnen dürfen, ist das eine gute Möglichkeit.

Natürlich sollte der Newsletter gut gemacht sein und man sollte alle datenschutzrechtlichen Anforderungen einhalten. Dann sind Newsletter aber ein tolles Instrument des Online-Marketings.

Tipp: Am besten ist die Wirkung, wenn man sie mit lokalem Content-Marketing kombiniert. Durch hilfreiche Inhalte wächst die Liste der Newsletter-Subscriber von ganz allein.

b) Browser-Push-Nachrichten

Browser-Push-Notifications sind ein verhältnismäßig neues Instrument des Online-Marketings. Es wird inzwischen aber von vielen Webseiten eingesetzt – die eine oder andere Benachrichtigung wird Ihnen sicher bereits auf die Nerven gegangen sein. 😉

Browser-Push-Nachrichten weisen ganz ähnliche Eigenschaften wie ein Newsletter auf: Sie sind auch sehr effektiv, für lokale Unternehmen meist kostenlos und fast noch einfacher umzusetzen.

c) Messenger-Marketing;: WhatsApp & Co.

Auch Messenger-Marketing ist eine eher junge Online-Marketing-Disziplin. Für lokale Unternehmen bietet sich der Einsatz von WhatsApp Business an. Das ist eine speziell auf kleine Unternehmen zugeschnittene Lösung für den Einsatz von WhatsApp.

Am besten eignet sich der datenschutzkonforme Einsatz von Messengern jedoch als Service- bzw. Kontakt-Kanal: Warum Kunden sich WhatsApp als Kontaktkanal bei Unternehmen wünschen.

Neben WhatsApp gibt es natürlich noch weitere Messenger, die man einsetzen kann wie z.B. Telegram, Threema oder Signal.

Voraussetzungen für Firmen, die lokal Online-Marketing machen wollen

Um auf all den genannten Online-Marketing-Kanälen erfolgreich zu sein, gibt es jedoch zwei wichtige Grundvoraussetzungen. 

1. Eigene Website für lokale Unternehmen

Der Grundpfeiler jeder Online-Präsenz sollte die eigene Website sein. Lokale Unternehmen sollten mit sämtlichen Online-Marketing-Maßnahmen versuchen, Nutzer mittels Verlinkung auf Ihre eigene Website zu bringen.

Warum? Auch wenn Plattformen wie Google oder Facebook immer wichtiger werden – auf Ihrer Website haben immer noch Sie die Macht zu entscheiden, was veröffentlicht wird oder nicht.

Dieser entscheidende Faktor macht die eigene Unternehmenswebsite zum Mittelpunkt aller Online-Marketing-Anstrengungen.

2. Analytics

Um einen der großen Vorteile von Online-Marketing – nämlich die Messbarkeit – zu nutzen, muss die Web-Analyse einsetzen.

Analytics in Social Media & Co.

Alle oben genannten Plattformen haben eine Anayltics-Funktion integriert, über die man die wichtigsten Kennzahlen der Werbemaßnahmen auf der jeweiligen Plattform analysieren kann.

Die plattform-übergreifend wichtigsten Kennzahlen sind:

  • Impressionen
  • Klicks
  • CTR
  • CPC

Website-Analyse

Um eine integrierte Ansicht zu bekommen bzw. auch die eigene Website zu tracken, muss man ein Webanalyse-Tool installieren. Die bekanntesten sind Google Analytics und Matomo (ehemals Piwik).

Mit Webanalyse-Tools kann man wichtige Fragestellungen beantworten:

  • Wie viele Besucher kommen auf meine Website und auf die verschiedenen Unterseiten?
  • Wie lange sind die Nutzer auf meiner Seite? Wie ist die Absprungrate?
  • Woher kommen die Besucher? Über Google, Facebook, die lokale Nachrichtenseite oder direkt?
  • Aus welcher Region kommen die Nutzer? Wie alt sind sie?
  • Welche Geräte nutzen sie?

Fazit: Die Zeit ist reif, lokal Online-Marketing einzusetzen

Lokales Online-Marketing wird oftmals gleichgesetzt mit lokaler Suchmaschinenoptimierung. Doch wie dieser Blog-Artikel zeigt: Das Internet bietet weitaus mehr Möglichkeiten für lokales Marketing. 


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